
🩵 Über uns
Ein Netzwerk aus Herz und Erfahrung
Mit viel Herz und Engagement gründen derzeit rund 25 Menschen mittleren Alters den gemeinnützigen Verein „Quelle der Kraft“ – ein wachsendes Netzwerk zur Unterstützung pflegender Angehöriger.
Unser Ziel ist es, einen Raum zu schaffen, in dem Austausch, Information, Verständnis und Mitmenschlichkeit selbstverständlich sind.
Die Geschichte hinter der Quelle
Quelle der Kraft ist nicht aus einer Idee entstanden – sondern aus gelebter Erfahrung, aus Liebe, Überforderung, Abschieden und dem tiefen Wunsch nach mehr Menschlichkeit.
Die Initiative geht auf Sonja Bartlewski, Gründerin und Vorsitzende des Vereins, zurück.

Artikel bei “Wir in Dortmund” über unser Verein: https://www.wirindortmund.de/aplerbeck/eine-kraftquelle-fuer-pflegende-angehoerige-282891
Eine Geschichte, die viele teilen – und doch oft allein tragen
Das Thema Pflege hat Sonja nicht einmal, sondern zweimal tief und unerwartet getroffen.
Bereits 1997 wurde bei ihrer Mutter im Alter von nur 49 Jahren ein Hirntumor diagnostiziert. Der Tumor war gutartig, doch die Folgen der Operation waren schwer: neurologische Einschränkungen, vergleichbar mit einem Schlaganfall. Ihre Mutter lebte noch 21 Jahre – bis 2018 – und war in dieser Zeit pflegebedürftig.
In den ersten Jahren übernahm ihr Vater den Großteil der Pflege. Sonja selbst arbeitete Vollzeit als Assistentin des Personaldirektors eines großen Konzerns – lange Arbeitszeiten waren Alltag. Sie versuchte, ihre Eltern nach Feierabend und an Wochenenden zu unterstützen. Doch Hilfe anzunehmen fiel ihrem Vater schwer. Mit den Jahren baute auch er gesundheitlich zunehmend ab.
Zwischen 2011 und 2016 bestimmten immer wieder Krankenhausaufenthalte und Organisation neuer Pflegesituationen den Alltag der Familie.
Als Einzelkind stand Sonja allein in der Verantwortung – und war emotional und zunehmend auch körperlich erschöpft.

Der Spagat zwischen Beruf und Pflege wurde immer schwieriger. Arbeitsbefreiungen, Gleitzeitabbau und Krankmeldungen waren notwendig, um für die Eltern da zu sein. Nach 23 Jahren Betriebszugehörigkeit beendete sie 2014 schließlich ihr Arbeitsverhältnis.
Pflege, Abschied und Verantwortung
2014 zog ihre Mutter in ein Pflegeheim – und blühte dort glücklicherweise auf. Ein Jahr später konnte auch ihr Vater nach längerer Krankheit und Reha in dasselbe Heim ziehen. Es folgte eine intensive Zeit der Organisation: Wohnungsauflösung, Behördengänge, Gespräche mit dem Sozialamt, finanzielle Prüfungen – eine Realität, die viele pflegende Angehörige kennen.

Ihr Vater verstarb 2016, ihre Mutter 2018.
Inmitten dieser Zeit gründete Sonja 2015 ihre PferdedeckenWerkstatt pferdedeckenwerkstatt.de – aus einer Idee heraus, die sich als Marktlücke erwies und ihr Halt, Struktur und neue Perspektive gab.
Der zweite Weg durch die Pflege
2022 erhielt Sonjas Mann Horst die Diagnose Alzheimer-Demenz. Bereits zwei Jahre zuvor hatte sie Veränderungen bemerkt – leise, schleichend und schwer greifbar.

„Von Mai 2024 bis September 2025 besuchte er tagsüber eine Tagespflege. Es hat ein wenig gedauert, bis er sich daran gewöhnt hat, die Anzahl der Tage haben wir langsam gesteigert. Ich musste auch mit meinem schlechten Gewissen klar kommen, ihn abzugeben, besonders wenn er partout nicht dorthin wollte und mir Vorwürfe machte oder mich sogar beschimpfte. Das hatte er aber nach wenigen Momenten schon wieder vergessen. Wenn ich vormittags/mittags mal überraschend dort war, wollte er gar nicht mehr weg.“
„Demenz bedeutet Abschied auf Raten – und das tut unbeschreiblich weh.“
Mitte 2025 entstand der Wunsch, ein Netzwerk für pflegende Angehörige aufzubauen. Zu diesem Zeitpunkt war Horst noch körperlich fit, mit großem Bewegungsdrang.
Im September 2025 – ein schonungsloser Blick auf unser Pflegesystem
Horsts längerer Krankenhausaufenthalt aufgrund einer Lungenentzündung im September 2025 machte Sonja erneut auf schmerzhafte Weise bewusst, wie stark unser Pflege- und Gesundheitssystem an seine Grenzen gekommen ist – insbesondere im Umgang mit Menschen mit Demenz.
Die personelle Überlastung führte dazu, dass grundlegende Bedürfnisse oft nicht ausreichend erfüllt werden konnten. Für Patientinnen und Patienten mit Demenzerkrankung bedeutete dies nicht selten, dass sie weder die notwendige Begleitung noch die erforderliche Zuwendung erhielten. Selbst elementare Dinge wie Hilfe beim Essen, Trinken oder eine angemessene Beaufsichtigung waren vielfach nicht gewährleistet.
Diese Erfahrungen empfand Sonja als zutiefst beschämend – Das soll keine Schuldzuweisung gegenüber den Pflegekräften sein, die können am wenigsten dafür.
Auch der anschließende Einblick in stationäre Pflegeeinrichtungen bestätigte einen Eindruck, den viele Angehörige teilen: Wirtschaftliche Interessen stehen zunehmend im Vordergrund, während Menschlichkeit, Zeit für Beziehung und individuelle Bedürfnisse von Bewohnern und Mitarbeitenden in den Hintergrund geraten.
Nach der Entlassung wurde eine geriatrische Weiterbehandlung aufgrund der Demenz abgelehnt. Eine Kurzzeitpflege folgte – doch schon nach wenigen Tagen war klar: Dort bleibt er nicht.
Sonja entschied sich, ihren Mann nach Hause zu holen.
Die Organisation von Pflegebett, Rollstuhl, Pflegedienst, Therapien und Hilfsmitteln war herausfordernd und kräftezehrend. Seit dem 3. November 2025 wird Horst zu Hause gepflegt – mit der Unterstützung eines engagierten Pflegedienstes und wertvoller Menschen, die gemeinsam mit Sonja Quelle der Kraft aufbauen.
Von der Überforderung zur Gemeinschaft
Lange glaubte Sonja, alles allein schaffen können und zu müssen.
Doch das funktionierte nicht.
Sie lernte Hilfe anzunehmen, nur etwas spät.
2024 war sie an einem Punkt, an dem sie sich selbst fast verloren hatte, sie hatte kaum noch Kraft und keine Lebensfreude mehr.
Heute, ein Jahr später, ist wieder Energie, Ruhe und Freude da.
Dank intensiver Mindsetarbeit, dem Gefühl, etwas Sinnvolles zu erschaffen – und anderen helfen zu können und einer herzlichen Gemeinschaft.
Gutes tun, auch mit etwas Eigennutz 😉
Es ist übrigens erwiesen, dass es eine positive Wirkung auf das eigene psychische Befinden hat, wenn man anderen hilft.
Die Basis von Quelle der Kraft
Sonja absolvierte ein Fernstudium in Mindset-Entwicklung, Psychologie, Marketing und Businessaufbau. Sie beschäftigt sich intensiv mit der Wirkungsweise unseres Unterbewusstseins und damit, wie wir es bewusst steuern können – und vertieft diese Erkenntnisse kontinuierlich.
Gerade in den herausfordernden Monaten der vergangenen Zeit haben sie Sonja getragen und gestärkt – und sind heute von besonderer Bedeutung, da sich der Gesundheitszustand von Horst von Woche zu Woche verschlechtert. Aus dieser inneren Kraft schöpft sie eine große Energie, die sie aus tiefem Herzen an Menschen in ähnlichen Lebenssituationen weitergeben möchte.
Zudem pflegt sie weiterhin wertvolle Kontakte aus ihrer Studienzeit. Viele davon sind Psycholog:innen, Coaches und Hypnose-Therapeut:innen, von denen einige ihre Unterstützung für Quelle der Kraft bereits zugesagt haben – aus Überzeugung und mit dem Wunsch, etwas Sinnstiftendes beizutragen.
Quelle der Kraft ist aus dem Wunsch entstanden, in schweren Zeiten nicht allein zu sein – und gemeinsam neue Stärke zu finden.
Quelle der Kraft steht für:
- Gemeinschaft statt Alleinsein
- Würde, Verständnis und Mitgefühl
- Miteinander und Füreinander

Willi, unser Clown
Er bringt immer alle zum lachen 🤣
Willi ist ein 5 jähriger Cockerpo, gehört meinen lieben Nachbarn Michael und bereichert unser Leben täglich meistens von 7:00 – 17:00 Uhr.
Rolle von Therapiehunden
- Förderung der Selbstwahrnehmung: Sie stärken das Selbstbewusstsein und das Gefühl der Verbundenheit.
- Bedingungslose Zuwendung: Hunde bieten nicht-wertende, empathische und bedingungslos positive Zuwendung.
- Unterstützung in der Therapie: Sie helfen Patienten, psychosomatische Beschwerden zu bewältigen und emotionale Blockaden zu lösen.
Mit oder ohne Therapiehundeausbildung -Hunde tun einfach gut 🥰
Tiere, insbesondere Hunde, wirken sich positiv auf die psychische Gesundheit aus, indem sie Stress (Cortisol) senken, das Glückshormon Oxytocin freisetzen, Angst reduzieren und das Selbstbewusstsein stärken, was durch die Ausschüttung von Endorphinen beim Streicheln unterstützt wird. Sie fördern soziale Interaktion (“sozialer Katalysator”), verbessern die Stimmung und Motivation und helfen Menschen, schwierige Lebensphasen besser zu bewältigen, indem sie bedingungslose Zuwendung und Ruhe vermitteln.
Wirkung von Tieren auf die Psyche
- Stressreduktion: Senkung des Cortisolspiegels und des Blutdrucks, Beruhigung der Herzfrequenz.
- Stimmungsaufhellung: Ausschüttung von Endorphinen und Oxytocin (Bindungshormon), was zu Gefühlen von Glück und Sicherheit führt.
- Angstlösung: Wirkt beruhigend in stressigen Situationen, wie z.B. vor medizinischen Eingriffen oder während der Rehabilitation.
- Soziale Förderung: Tiere fungieren als „sozialer Katalysator“, der Gespräche erleichtert und das Vertrauen zu medizinischem Personal stärkt.
- Motivation & Konzentration: Verbessert die Fähigkeit, sich zu konzentrieren und motiviert zu bleiben.
Wissenschaftliche Grundlagen
- Studien zeigen, dass der Kontakt mit Hunden Oxytocin erhöht und Cortisol senkt.
- Die Anwesenheit eines Hundes kann Herzfrequenz und Blutdruck senken.
- Auch bei Kindern und Senioren mit oder ohne Erkrankungen wurden positive Effekte auf Stimmung und Angst nachgewiesen.